Verfahrensabwicklung und Gebühren
Die Nationale Polizeidirektion Finnlands hat 50 Lizenzanträge für den kommenden iGaming-Markt registriert, wobei ausländische Anbieter die Mehrheit der Einreichungen stellen. Die Anträge wurden nach Einführung des neuen Glücksspielregulierungsrahmens des Landes Anfang dieses Jahres eingereicht. Jeder Antragsteller muss eine Bearbeitungsgebühr von 29.000 € für Lizenzen zahlen, die 2026 gültig sind, wonach die inhaltliche Prüfung beginnt. Seniorberater Juha Katainen wies darauf hin, dass die Dominanz internationaler Unternehmen die Komplexität der Bearbeitung erhöht. Die Behörde prüft Auszüge aus dem Handelsregister, Zertifikate und Finanzberichte, um die Zuverlässigkeit und Eignung der Antragsteller zu überprüfen. Die Finanzen von verbundenen Unternehmen werden ebenfalls geprüft, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen und das Risiko von Geldwäsche zu mindern.Regulatorische Details und Marktprognose
Das iGaming-Gesetz wurde im Januar verabschiedet, doch mehrere regulatorische Parameter bleiben noch undefiniert. Jarkko Nordlund, Leiter von icasino und Sportsbook bei Veikkaus, erklärte: „Das Gesetz ist in Ordnung. Jetzt bittet jeder ein bisschen darum, wie, was sind die Definitionen des Gesetzes? Wir wissen immer noch nicht, wie wir Boni nutzen können, welche Werbung erlaubt ist, welche Medien erlaubt sind, Sorgfaltspflicht, Spielerschutz. Alle sind für einen lizenzierten Markt, aber wir würden die kleinsten Details gerne haben.“ Die geplante Marktliberalisierung 2027 wird das aktuelle Monopol von Veikkaus auf Online-Wetten und -Gaming beenden. Der Branchenberater Jari Vähänen bewertete die staatliche Spielgruppe kürzlich auf 4,5 Milliarden Euro, einschließlich ihrer Lotterie- und physischen Spielbankoperationen.Branchenschätzungen aus März projizierten 40 bis 50 Lizenzen für die erste Ausrollphase, eine Schwelle, die nun mehr als ein Jahr vor dem geplanten Launch-Datum erreicht wurde.